
Mal ehrlich: Darf man sich in diesen Zeiten, die geprägt sind von Kriegen, Klimakatastrophen und gesellschaftspolitischen Aufspaltungen eigentlich noch freuen? Wäre dies nicht verwerflich, gar unmoralisch? Welche Muster haben wir gelernt?
Der Dalai Lama sagt: „Freude ist eine Fähigkeit, in der wir uns üben sollten.“ Einige von euch haben vielleicht den Film „Mission: Joy“ gesehen, in dem der Dalai Lama und Desmond Tutu so viel Freude und Zuversicht ausstrahlen, obwohl beide in ihrem Leben viel Leid erfahren haben.
Wir laden euch herzlich ein, das Geschenk der Freude mit uns am kommenden Tiefenökologie-Nachmittag zu erforschen: Wenn wir uns von der Gefahr der Apathie, angesichts der überwältigenden Zustände in der Welt abwenden, um bewusst mehr Fühlfähigkeit in unser Leben einzuladen, empfinden wir den Schmerz intensiver und gleichzeitig kann sich ein Zugang zur Freude öffnen.
Doch woher kommt die Freude? Kann ich sie machen oder geht es mehr darum, meine Empfänglichkeit für Freude bereit zu stellen? Freude ist ein facettenreiches Thema und kann für jede*n anders erlebbar sein. Das herzliche Lachen in geselliger Runde und die stille Freude, die beim Betrachten einer Blüte im Innern auf perlt. Die Freude, die aus der Resonanz mit dem Lebendigen erwächst und die Freude, die durch bewusste Dankbarkeit entsteht.
Was lernen wir von der Natur über die Freude? Was sagt uns die Frühlingskraft im Wachsen und Blühen und was erlauschen wir im morgendlichen Vogelkonzert?
Freude strahlt ab und kann gerade in herausfordernden Zeiten eine Kraftquelle sein, die uns ermöglicht, schwierigen Situationen auf lange Sicht standzuhalten.
Wir freuen uns darauf, unsere persönlichen und gemeinsamen Quellen der Freude zu ergründen, zu bewegen und zu erleben!
Foto: Carey Linde auf wikipedia / Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“







